Dienstag, 26. Januar 2010

Tipps und Tricks zum digitalen Malen – Teil 3 (Der digitale Bleistift)

Will man auf einem leeren Dokument anfangen zu arbeiten und komplett ohne Vorlage arbeiten, so benötigt man eine geeignete Pinselspitze, die einem das Gefühl von einem Bleistift auf Papier gibt.

Sie sollen natürlich jetzt nicht mit einem Stück Schmirgelpapier die Arbeitsfläche von Ihrem Grafiktablett aufrauen.

Ich zeige Ihnen in diesem Artikel meinen digitalen Bleistift und welche Einstellungen ich vorgenommen habe.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Tipps und Tricks zum digitalen Malen - Teil 2

Der Kopist hat wieder zugeschlagen! Manchmal findet man irgendwo in der großen, weiten Welt ein Bild das einem hervorragend gefällt.
Aber was tut man wenn dieses Bild rein zufällig das Cover einer Sammler DVD-Box
ist und man diese weder einfach schnell kaufen kann, noch in einer befriedigenden Größe im Internet findet?

Die Antwort ist ganz einfach… man malt es einfach selber!

Hier seht ihr das Endergebnis:




Anhand dieser Malerei und diesem Hybrid-Tutorial erkläre ich euch wie ihr ganz einfach zwei häufige Probleme lösen könnt.

Ich habe die größte der kleinen Auflösungen heruntergeladen und in mein Illustrator-Dokument geladen.

Daraufhin habe ich die Konturen des Körpers mit Pfaden nachgezogen und dabei geschlossene Formen erzeugt, welche einzelne Körperteile voneinander trennen.




Kopf, Haare, Oberkörper bilden eine Form,
sowie linker Arm,
angedeuteter rechter Arm,
Rücken/Schultern,
rechtes Bein,
linkes Bein,

sowie die Spitzlichter auf:
Nase,
Hals und
Schlüsselbein


Somit haben wir nun 9 Vektorformen die wir nach Photoshop exportieren können.

Macht aus jeder Form eine Auswahl und füllt diese mit schwarz auf einer einzelnen, leeren Ebene.
Das Arbeiten auf einer einzelnen Ebene ist bei diesem Bild unerlässlich da die Farbverläufe sozusagen „formübergreifend“ sind.
Außerdem wird das Ergebnis mehr wie ein Gemälde wirken, als eine Grafik.

Nun folgt der Teil für Fortgeschrittene:

Erzeugt eine neue, leere Ebene (Shortcut: Strg+Shift+N) und fangt an die grünen Highlight zu setzen. Zuerst ladet Ihr allerdings die schwarze Form aus Auswahl in die neue Ebene. Wählt dafür Eure Ebene aus in der Ihr die Highlights malen wollt und klickt mit gedrückter Strg-Taste auf das Icon der Ebene mit dem schwarzen Körper.
Für ein annähernd realistisches Ergebnis solltet Ihr Euch nach Möglichkeit an die Lichtproportionen der Fotografie halten.
Wie man am besten die Pinselspitze einstellt um zu malen, könnt Ihr im Artikel: Tipps und Tricks zum digitalen Malen – Teil 1, nachlesen.

Zugeständnis: Da ich das Bild aus einem beruflichen Hobbyismus heraus gemalt habe, habe ich auf lediglich einer Ebene Körper und Spitzlichter gemalt. Außerdem kann man besser Spitzlichter und Schwärzen ineinander überfließen lassen.

Tipp im Tipp: Sind euch eure Farbverläufe noch nicht weich genug, so benutzt doch mal das Weichzeichner Werkzeug unter dem Shortcut: R


Seid ihr wie ich, so fallen Euch zwei Punkte auf:
1. Die Haare sehen so aus als würden sie aus einer groben Vektorform bestehen (tun sie ja eigentlich auch).
2. Ihr habt keine scharfen Konturen an den Stellen wo Gliedmaße ein anderes teilweise verdecken.
Letzteres zuerst: klickt einfach auf den Reiter Pfade, rechts neben Ebenen und Kanäle. Erzeugt eine neue Ebene und benennt diese in Trennungen um, oder gebt der Ebene irgendeinen anderen eindeutigen Namen.
Kehrt zurück zu Eurer Malebene und zeichnet mit dem Zeichenstift-Werkzeug (Shortcut: P) die Kontur die Ihr später scharf darstellen wollt.





Achtet darauf das ihr neben der Kontur genügend Fleisch in der Form habt, um die später daraus resultierende Auswahl auch invertieren zu können. Habt Ihr Eure Form geschlossen könnt Ihr diese folgerichtig in eine Auswahl verwandeln und nun die Kontur von beiden Seiten 100%ig zu definieren.

Werft bloß nicht Eure importierten Grundformen weg, denn diese könnt Ihr benutzen um die Konturen der einzelnen Körperteile zu definieren.



Die Haare…

… das ist eine haarige Angelegenheit die viel Motivation und Nerven beansprucht. Ich habe zur einfachen Lösung des Problems einfach eine Ebene unter der Körperebene erzeugt, meine Haarbrush ausgewählt und dann die harte Kontur der Haarform in das struwwelige Haarteil übergeblendet das ihr im Bild unten sehen könnt.





Solltet Ihr nicht wissen wie man Haare malt, dann solltet Ihr Euch unbedingt Teil 3 und 4 durchlesen.
Die Titel sind:
Tipps und Tricks zum digitalen Malen – Teil 4 (Wie erzeuge ich eine eigene Pinselspitze)
und
Tipps und Tricks zum digitalen Malen – Teil 5 (Wie male ich Haare)

Dienstag, 19. Januar 2010

Tips und Tricks zum digitalen malen - Teil 1

Liebe Leserinnen und Leser,

auf die Gefahr hin das man mich für den Magier hält, der einst spät abends auf Super RTL die Tricks der "Großen" verrät, werde ich in diesem Artikel ein paar "Geheimnisse" lüften.
„Geheimnisse“ sind es deshalb, weil ich selbst nach tagelanger Recherche im Internet nicht ein einziges Tutorial gefunden habe das mir ausreichende Einblicke verschafft hätte, um mit dem digitalen Malen anzufangen.
Letztendlich konnte ich die zusammengesammelten Puzzelteile per „Try and Error“ zusammenfügen.

Vielleicht sind die hier aufgelisteten Punkte ja auch für viele eine Selbstverständlichkeit, aber ich denke, dass gerade Anfänger sehr viel damit anfangen können.



1. Brushengine (Shortcut: F5)

Die Brushengine ist beim digitalen Malen euer bester Freund. Hier könnt Ihr alle Funktionen genauso einstellen, damit Eure bevorzugte Pinselspitze das gewünschte Ergebnis zu Dokument bringt.
Meine bevorzugten Optionen sind wie folgend:





1.1 Pinselform:

Direkt unter der Überschrift Pinselvorgaben befindet sich der Punkt Pinselform. Ich habe diesen lange übsesehen da er kein Kontrollkästchen zum aktivieren besitzt. Eigentlich ist das ganz klar, denn hier geht es um die Basics Eurer Pinselspitze.
Für das digitale Malen empfiehlt es sich den Abstand auf 0% zu reduzieren. Für ein wenig Unterbrechung würde ich einen Abstand von maximal 5% Einstellen


1.2 Formeigenschaften:

Zum digitalen Malen setze ich den Größenjitter auf 0% und die Steuerung auf Zeichenstiftdruck. Auf diese Weise kann man auch feine Deteils malen ohne gleich aus dem Arbeitsfluss zu kommen um die Größe der Pinselspitze zu verändern.
1.3 Dualer Pinsel:
Will Ich mit ein wenig Struktur Arbeiten, dann wähle ich diese Option aus und wähle eine Pinselspitze der Sparte „Natural“. Die Pinselspitzen werden dann kombiniert und bringen das entsprechende Ergebnis.


1.3 Airbrush und Glättung:

Diese beiden Optionen bleiben eigentlich meistens aktiviert. Die Funktion erklärt sich schon aus dem Namen heraus… zumindest fast.
Es gibt natürlich noch viel mehr Möglichkeiten um individuelle Ergebnisse zu erzielen. Die erwähnten werden von mir allerdings sehr gerne benutzt und stellen grundsätzliche Basics dar um digital zu malen.



2. Deckkraft und Fluss



Diese Optionen werden im Laufe des Malvorganges immer wieder ändern. Arbeite ich auf einer bereits gefüllten Ebene und will mein Bild heraus modellieren, dann setze ich Deckkraft und Fluss auf 20%. Arbeite ich hingegen auf einem Leeren Dokument, dann Stelle ich Deckkraft und Fluss auf jeweils 50%, um die Fläche erst mal zu füllen und um dabei direkt Farbfelder anzulegen nach denen ich mich später orientieren kann.
Bei der Feinarbeit variiere ich die Deckkraft zwischen 5 und 15%, der Fluss bleibt dann oft bei ca 25%.

Auch hier gilt: Der Möglichkeiten gibt es viele. Ich stelle nur die Optionen dar die ich gerne benutze.