Freitag, 2. Oktober 2009

Das dicke Ende

Geschäftsleitung: „Guten Morgen, ich wollte mich nach ihrem Status erkundigen.“

Ich: „Ich bin vorbereitet und werde kommenden Sonntag mein Zimmer beziehen“

Geschäftsleitung: „Sehr schön, …hören sie, da war gerade eine 4 Köpfige Gruppe im Geschäft und möchte Gruppenfotos machen lassen. Ich habe Ihnen gesagt das es ja bald bei uns hier im Laden losgeht und habe mir Ihre Kontaktdaten aufgeschrieben. Da können Sie ja dann nächste Wohe direkt mal anrufen und einen Termin vereinbaren.

Ich: „Ja gerne, aber möchten diese Leute alle einzeln fotografiert werden, oder wollen sie alle auf ein Foto?“

Geschäftsleitung: „Sie wollen alle auf ein Foto!“

Ich: „Also gut… dann müssen wir uns einen Platz im freien Suchen oder die Personen wählen einen Wohnraum in denen wir das Gruppenfoto machen… sozusagen als eine Art Homestory.“

Geschäftsleitung: „hm, hm… hmmm, warum wollen sie das denn nicht bei uns im Studio machen?“

Ich: „Naja, davon abgesehen das der Raum nicht ausreicht um 4 Personen anzuordnen, gibt es doch gar keine Lampen die weitestgehend 4 Personen ausleuchten könnten.“

Geschäftsleitung: „hm…hm….hm… also dann muss ich nochmal mit dem Partner drüber reden.“

Ich: „Selbstverständlich, am besten telefoniere wir im Laufe des Tages nochmal deswegen.“

Geschäftsleitung: „So machen wir das!“


Natürlich haben meine Alarmglocken dabei geläutet. Ich holte sofort mein Archiv aus dem Schrank und suchte Bilder von Familienfotos und Gruppenfotos, um der Geschäftsleitung Beispiele zu zeigen, was derartige Gruppen für Bilder bekommen möchten und außerdem um Engagement zu zeigen. Die Personen machte ich schnell Unkenntlich und verkleinerte die Bilder für eine E-Mail. Diese versandte ich dann. Unteranderem waren bei diesen Bildern auch Aufnahmen, in dem das Studio zu sehen war, in dem diese Gruppenfotos gemacht wurden.

Ich wartete 30 Minuten und nachdem keine Antwort zu lesen war rief ich an um auf die E-mail zu verweisen.

Geschäftsleitung: „Ja, hören sie, ich habe mit dem Partner darüber gesprochen und wir denken das macht so keinen Sinn, wir ziehen das Jobangebot wieder zurück.“

Es wurde sich noch hier und da entschuldigt und „Verständnis“ bekundet und dann wurde aufgelegt.

2,5 Wochen nach der Zusage und 6 Tage vor dem Umzug verlor ich den Job wieder.

Zum Glück hat so ziemlich alles gehapert was hapern konnte, denn so bin ich wenigstens auch ein wenig erleichtert, dass dies alles nun vorbei ist.

Ich hätte nun auch 170km entfernt, in einer teuren Wohnung, mit Mietvertrag und Telekommunikationsvertrag und Hartz 4 sitzen können.

Der nächste Job kommt bestimmt… es kann nur noch besser werden….!?

Kommentare
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Huhu,
ich bin fotografischer Laie, Benutzer einer einfachen Digi-Knipse, ich kann mich mit ruhigem Gewissen nicht einmal Fotoamateur nennen. Aber ich habe nach diesem Erlebnis den Eindruck, dass ich viel mehr vom Fotografieren verstehe, als Dein Chef.
Sei bloß froh, dass diese Vollpfosten Dich nicht wollen.
#1 MartinM (Homepage) am 14.10.2009 09:31 (Antwort)

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